Dabei ist die Grenze zwischen Realität und Fiktion fließend, computergenerierte Bilder erreichen eine erstaunlich hohe Qualität. Die Realität wird abgelöst durch ihre Simulation, die Welt verschwindet dahinter. Eine Reproduktion kann Erfindung sein. Durch diese Veränderung werden die erfundenen Bilder, die Nachbilder, zu Vorbildern. „Welten" verbindet die Ebenen Fernsehen und Computer und untersucht die Rolle der Weltvermittlung durch diese Medien. Es fällt auf, dass die dokumentierende Ebene (Fernsehen) durch die Computerbilder konterkariert wird.
Die Computerwelten werden bevölkert von virtuellen Gestalten, deren Reiz in der Illusion der Verfügbarkeit besteht. Die Entkörperlichung der Welt durch den Computer simuliert eine entsozialisierte Möglichkeit des Lebens. Texte von Günther Anders, Vílem Flusser u.a. stehen im Diskurs mit dem Bildmaterial, da diese Autoren grundlegende Charakterisierungen der menschlichen und apparativen Erscheinung der Gegenwart formuliert haben.